Name: Simon Müller
Geboren: 20. September 1968
Beruf: selbstständiger Rechtsanwalt in Langen

 „Das kannst du auch!“, sagte ich – freiwilliger Streckenposten beim „Ironman European Championship Frankfurt 2007“ - mir erstmals beim Anblick der nicht wenigen sichtlich wohlbeleibten Teilnehmer älterer „Baujahre“, während sie in windschnittiger Haltung in hautengen Einteilern Presswürsten gleich auf ihren Hitech-Rädern meinen Standort passierten.

Ein paar Marathonläufe und seit 2006 auch etwas Rennrad-Erfahrung hatte ich bis dahin gewissermaßen als Ergänzung des Handballtrainings bei der HSG Langen gesammelt. Doch Kraulen konnte ich nicht.

Genau ein Jahr später - mit nunmehr etlichen gefahrenen Trainingskilometern auf dem zwischenzeitlich gekauften neuen Rennrad, einem absolvierten Basis-Kraul,- und zwei Triathlonschwimmkursen bei der VHS Langen sowie ersten Teilnahmen bei regionalen Triathlonwettkämpfen in Münster (als Radfahrer einer Staffel über die Mitteldistanz) und beim „Heinerman“ in Darmstadt (Olympische Distanz) - formulierte ich an gleicher Stelle die konkrete Absicht, beim nächsten mal nicht nur neben, sondern auf der Strecke dabei zu sein. Einen Vorgeschmack darauf bekam ich schon kurze Zeit später im August 2008 bei meinem Start beim begeisternden „70.3“ (der halben Distanz eines „Ironman“-Triathlons) in Wiesbaden.

Groß ist seit dem Tag meines „Gelübdes“ der Respekt gegenüber all jenen „Verrückten“, seien sie nun dick oder dünn, jung oder alt, die sich auf das (Trainings-)Abenteuer „Ironman“ einlassen.

Gerade die Teilnahme bei dem Langstrecken-Triathlon der „Ironman“-Serie in Frankfurt ist für Hobby-Sportler wie die Langener Waldseehaie vergleichsweise so, als ob Kreisklassenfußballer ein Heimspiel in der ausverkauften „Commerzbank-Arena“ gegen eine Weltauswahlmannschaft mit Spielern wie Christiano Ronaldo, Ronaldino oder Michael Ballack austragen würden. In welcher Sportart ist ein solches Aufeinandertreffen in ein und demselben Wettbewerb sonst möglich?

Zweikämpfe zwischen Simon Müller und Faris al Sultan und Co. wird es nach Lage der Dinge nicht geben – bei ersterem wohl aber zwei Krämpfe - oder mehr. Erklärtes Ziel für meine erste „Europameisterschaft“ ist es daher, gesund innerhalb der Karenzzeit anzukommen; jede weitere Minute vor deren Ablauf wäre eine freudige Zugabe.

Bleibt noch die oft gestellte Sinn-Frage zu der insgesamt 226 km langen Tortur, auf die ich nicht treffender als mit den Worten des Chinesischen Philosophen Konfuzius zu antworten weiß: Der Weg ist das Ziel ...

Interviews:

www.fom.de/2012/oktober/soweit-die-fuesse-tragen-fom-dozent-verbindet-als-ironman-sport-und-lehre-praxisnah.html

http://wildgans-qigong.de/simon-mueller-rechtsanwalt-marathon-mann-triathlet-ironman/

Bericht FAZ Waldseehaie 2014:

www.faz.net/aktuell/rhein-main/sport/ironman-frankfurt-und-wie-sportler-sich-darauf-vorbereiten-ironman-unser-zweites-leben-13029714.html

Ergebnis 2017:

Ironman Frankfurt: 10:42:56 h

Ergebnis 2016:

Ironman Frankfurt: 11:14:20 h

Ergebnis 2015:

Ironman Frankfurt: 12:10:54 h

Ergebnis 2014:

Ironman Frankfurt: 11:16:47 h

Ergebnis 2013:

7.7. Ironman Frankfurt: 11:24:46 h

Ergebnis 2012:

8.7. Ironman Frankfurt: 11:06 h

Ergebnis 2011:

24.7. Ironman Frankfurt: 10:55:16 h

Ergebnis 2010:

Ironman Frankfurt: 11:00.32,7

Ergebnisse 2009:

5. Juli - Ironman European Championship, Frankfurt in 10:57.59 Stunden

9. August - Triathlon Mörfelden-Waldorf (MöWathlon - Badesee Walldorf), Distanz: 0,5 km Schwimmen, 20 km Radfahren, 5 km Laufen, 3. Platz (Altersklasse) in 1:12:11 Std.