Mein Name ist Frank Richter, ich bin 49 Jahre, verheiratet, habe zwei Kinder und arbeite als Richter beim Amtsgericht Frankfurt am Main. 

Einmal einen Halbmarathon laufen … so ähnlich begann meine Triathlonkarriere im Mai 2010 mit der Teilnahme am Sport Scheck Halbmarathon im Frankfurter Stadtwald. Leider waren es an diesem Mittag 27 Grad und ich landete bei meiner ersten Ausdauerleistung nach 2:04 erst im Ziel und danach im Sanitätszelt der Commerzbank Arena. Doch statt mich nach dieser Negativerfahrung abschrecken zu lassen, dachte ich jetzt erst recht und lief im kommenden Jahr drei Halbmarathons in Frankfurt, Mainz und den Koberstädter Halbmarathon in Egelsbach.

Jetzt hatte es mich wirklich gepackt und ich hatte einen Traum: Einmal Marathon Laufen … Ich kaufte mir Bücher, schaute mir Filme an, ging durch die Festhalle am Ziel des Frankfurt Marathon  und meldete mich zum Frankfurt Marathon an. Dieses Jahr 2012 war dann für mich der Durchbruch zum Ausdauersport. Neben mehreren Halbmarathons, 10 km Läufen schlug mir mein Lauftrainer des Koberstädter Waldmarathonteams vor, mach doch mal beim Arheilger Mühlchentriathlon mit, das ist bestimmt etwas für Dich ! Stimmt, irgendwie fand ich alles dort klasse, nur hatte ich weder einen Triathlonanzug, noch ein geeignetes Fahrrad, noch irgendwelche Ahnung über effektives Wechseln… Jetzt kam aber erst einmal der Frankfurt Marathon und ich lief lachend aber mit einem Krampf nach 3:52:37 über die Ziellinie.

Seit 2013 habe ich dann meinen Fokus auf den Triathlonsport verlagert und in diesem Jahr neben mehreren Sprints meine erste olympische Distanz beim Frankfurt City Triathlon absolviert. Was für ein Erlebnis, im Langener Waldsee wie die großen (Ironman-) Triathleten schwimmen zu können und durch die komplett abgesperrte Frankfurter Innenstadt mit dem Rad zu rasen.

Einmal eine Mitteldistanz finishen … dieses neue Ziel bewegte mich jetzt. Angemeldet für den Moret Triathlon 2014 freute ich mich auf den Wettkampf. Ziemlich geschafft freute ich mich über die Finishermedaille und merkte, dass jetzt wohl die Grenze meiner physischen Belastung in Sicht gerät. In dem Jahr organisierte ich dann ein Team für den Dieburger Römerman und nahm noch nach mehreren Sprints am Frankfurt City Triathlon teil mit neuer Bestzeit, denn jetzt hatte ich mir ein „richtiges“ Triathlonrad gekauft und wenn schon der Athlet nicht schneller wird, dann hilft sicher neues Material. Eigentlich könnte ich ja zufrieden sein, aber im Juli stand ich wie seit Jahren an der Ironman Strecke in Frankfurt und dachte: Einmal einen Ironman finishen …

Dieser Gedanke ging mir nicht mehr aus dem Kopf. In den Jahren 2016 und 2017 nahm ich bei insgesamt vier Mitteldistanzen teil, erst 2017 dem Ironman 70.3. im Kraichgau, den ich in 5:43 absolviert habe, dann 2017 wieder den Ironman 70.3. Kraichgau 5:51, den Frankfurt City Triathlon Mitteldistanz 4:36 und abschließend Köln 226 half letzten September 5:30 h, dann noch der Frankfurt Marathon in 3:58 als Jahresabschluss. Letzten Dezember begann dann meine Vorbereitung auf mein großes Ziel Ironman European Championship 8. Juli 2018. Die Vorbereitung erfordert sehr viel Zeit und dank der Unterstützung meiner Familie klappt es meistens ganz verträglich.

Bis Juli werde ich noch viel schwimmen, noch mehr radfahren und einiges laufen. Die Vorbereitung könnte ich ohne das Langener Hallenbad und den Langener Waldsee nicht machen und ich freue mich jede Woche, wenn ich dort schwimmen kann.